Fehler 451 – was bedeutet das?

Wer wissen möchte, was die Zahl 451 bedeutet, findet sie früher oder später im Titel einer Novelle des amerikanischen Schriftstellers Ray Bradbury wieder, die 1953 veröffentlicht wurde: Fahrenheit 451. 451° Fahrenheit ist Temperatur, bei der Papier zu brennen beginnt.

Fahrenheit 451 spielt in den USA, einem Land, in dem der Besitz von Büchern verboten wurde. Die Menschen leben voneinander isoliert; sie vereinsamen. Das Fernsehen als beherrschendes Informationsinstrument verbreitet Einheitsmeinungen. Der Widerspruch zwischen Darstellung und Wirklichkeit führt zu Sucht nach Ablenkung durch Konsum und Drogen. Der Konformitätsdruck vernichtet die politische Vielfalt.

‚You can’t build a house without nails and wood. If you don’t want a house built, hide the nails and wood.‘ If you don’t want a man unhappy politically, don’t give him two sides to a question to worry him; give him one. Better yet, give him none.

Der Held der Novelle, Guy Montag, ist ein Feuerwehrmann, dessen Aufgabe es ist, Bücher zu verbrennen. Er verliebt sich in ein junges Mädchen, das Bücher liebt. Er beginnt an seiner Arbeit zweifeln und stellt die Motive seiner Regierung für die Bücherverbrennung in Frage.

We must all be alike. Not everyone born free and equal, as the Constitution says, but everyone made equal.

Ray Bradbury stellte fest, daß nicht die durch Bücherverbrennungen ausgeübte Zensur der Kerngedanke seines Werks ist, sondern der freiwillige Verzicht der Menschen auf die Freiheit, die aus der Selbsterkenntnis erwächst, und die Unterwerfung unter technokratische Herrschaft von gutmeinenden Experten.

It didn’t come from the Government down. There was no dictum, no declaration, no censorship, to start with, no! Technology, mass exploitation, and minority pressure carried the trick, thank God.

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